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Aller Ehren wert: IHK-Geschäftsführer Heinz Gehlen gratuliert den Top-Azubis Carolin Klapper, Yannick Beckmann, Melanie Mons, Linnea Kerstin Passing, Rebecca Pütz, Janina Aretz und Michael Walter (v.l.) aus dem Kammerbezirk Aachen.
Yannick Beckmann hat es auf den Punkt gebracht. Auf 99,5 Punkte – um genau zu sein. Damit gehört der 26-Jährige, der bei einem Werkstoffgroßhändler in Würselen arbeitet, zu den besten Auszubildenden in ganz Deutschland – und steht exemplarisch für sieben weitere Azubis aus dem Kammerbezirk Aachen, die in Berlin als die Bundesbesten des Jahres ausgezeichnet worden sind.
DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler würdigten insgesamt 227 Top-Azubis in 218 IHK-Berufen. „Dass die IHK Aachen acht Bundesbeste und zwei von deutschlandweit fünf 100-Punkte-Kandidaten stellt, ist ein überproportional gutes Ergebnis“, resümierte IHK-Geschäftsführer Heinz Gehlen, der das Resultat als „Beweis für die überdurchschnittlichen Ausbildungsleistungen unserer Unternehmen“ betrachtet.
DIHK-Präsident Driftmann mahnte, die duale Ausbildung erfolgversprechend auch in die europäische Bildungspolitik einzubringen. Derzeit werde diskutiert, welchen Stellenwert die duale Ausbildung im Verhältnis zum Abitur habe. „Für mich ist die Sache klar: Wer eine dreijährige Ausbildung hinter sich hat, liegt mit dem Abitur mindestens gleichauf“, sagte Driftmann, der den Geehrten gratulierte: „Sie haben sich unter mehr als 300.000 Teilnehmern an den IHK-Abschlussprüfungen durchgesetzt. Nun haben Sie die besten Chancen auf einen erfolgreichen Start ins Berufsleben."
Auch Bundeswirtschaftsminister Rösler beglückwünschte die Jahrgangsbesten und hob die Bedeutung des dualen Ausbildungssystems zur Sicherung des qualifizierten Fachkräftenachwuchses hervor: „Zusammen mit der Wirtschaft wollen wir das Bild einer erfolgreichen beruflichen Aus- und Weiterbildung mit vielen Karriereoptionen stärker verankern. Eine berufliche Aus- und Weiterbildung ist eine echte Alternative zum Studium. Unter dem Motto ‚Berufliche Bildung – praktisch unschlagbar’ werben deshalb das Bundeswirtschaftsministerium und das Bundesministerium für Bildung und Forschung gemeinsam mit den Wirtschaftsverbänden für die duale Berufsausbildung.“
Driftmann rechne unterdessen damit, „dass wegen des Mangels an geeigneten Bewerbern in diesem Jahr rund 75.000 Ausbildungsplätze unbesetzt geblieben sind“. Das effektive Zusammenführen von Ausbildungsbetrieben und ausbildungsinteressierten Jugendlichen werde eine immer wichtigere Aufgabe. Anfang 2012 gehe daher die neue, gemeinsame Internet-Lehrstellenbörse der Industrie- und Handelskammern an den Start.
Insgesamt nahmen mehr als 1.000 Gäste an der Bundesbestenehrung teil – neben den Eltern der Besten auch Vertreter der Ausbildungsbetriebe, Berufsschullehrer, Bundestagsabgeordnete sowie Präsidenten und Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammern. Wie schon in den vergangenen fünf Jahren führte Entertainerin Barbara Schöneberger schlagfertig durch das Programm, das erstmals live im Internet übertragen wurde.
Die Top-Azubis und ihre Ausbildungsbetriebe aus dem Kammerbezirk
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