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TEILZEIT-AUSBILDUNG

EliTA stemmt sich gegen den Fachkräftemangel

Familie und Beruf © 12foto.de/fotolia.com Zoom

Ausbildung in Teilzeit kann sich für beide Seiten lohnen. „EliTA“ aus Euskirchen muss den bundesweiten Vergleich mit der Telekom AG und der Bundesagentur für Arbeit nicht scheuen. Seit 2009 ist das Angebot „Eltern in Teilzeit-Ausbildung“ des Bildungsinstituts der Rheinischen Wirtschaft (BRW) in Euskirchen beheimatet – jetzt ist das Projekt, das ausbildungsplatzsuchende Mütter und Väter schult und vermittelt, neben Telekom und Bundesagentur mit dem hochrangigen „Initiativpreis Aus- und Weiterbildung“ geehrt worden.

Das Modell der Ausbildung in Teilzeit soll sich für beide Seiten lohnen: Schon vor der eigentlichen Ausbildung bekommen die „EliTA“-Teilnehmer fundierte kaufmännische Kenntnisse an die Hand – dank durch die IHK zertifizierte Qualifizierungsbausteine, die an das erste Ausbildungsjahr angelehnt sind. Dadurch sollen Unternehmen wiederum von verkürzter Einarbeitungszeit und schnellerer Übertragung verantwortungsvoller Aufgaben an die auszubildenden Mütter und Väter profitieren, die sie zunächst über ein Praktikum kennenlernen können.

Da viele Mütter und Väter aufgrund der familiären Verantwortung nicht in der Lage sind, eine Ausbildung in Vollzeit zu absolvieren, berät das BRW als Schnittstelle zwischen Betrieben und Teilnehmern interessierte Unternehmen auch im Hinblick auf die Implementierung von Teilzeitausbildungsplätzen. Die Berufsausbildung in Teilzeit gewinnt besonders in Zeiten des steigenden Fachkräftemangels an Bedeutung: Betriebe können durch die Erweiterung ihres Ausbildungsportfolios ihre Attraktivität im Wettbewerb um den Mitarbeiternachwuchs steigern, während den Müttern und Vätern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie schon in der Ausbildung gelingt.

Darüber hinaus lassen sich durch die Teilzeit Ausbildungskosten verringern und die Auszubildenden selbst effizienter einsetzen. „Viele regional ansässige Betriebe haben das inzwischen erkannt und konnten durch ‚EliTA’ neue Auszubildende gewinnen, die auch aufgrund ihrer hohen Motivation und ihrer persönlichen Reife einen echten Gewinn für das Unternehmen darstellen und einen wichtigen Beitrag zur künftigen Fachkräftesicherung leisten“, sagt BRW-Geschäftsführerin Gabriele Stein-Priesnitz. Der „Initiativpreis Aus- und Weiterbildung“ des DIHK und der Otto-Wolff-Stiftung zeichnet Projekte und Betriebe aus, die sich in herausragender Weise gegen den Fachkräftemangel engagieren.

DOKUMENT-NR. 83427

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