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Ausbildung und Studium! Duale Studiengänge voll im Trend

lernen © Alexander Raths - fotolia.com Zoom


Immer mehr Unternehmen in Deutschland gewinnen neue Mitarbeiter über duale Studiengänge. 38 Prozent der Betriebe haben bereits Erfahrungen mit dieser Kombination aus Hochschulstudium und  beruflicher Ausbildung gemacht. Das Potenzial ist aber noch längst nicht ausgeschöpft: Laut einer aktuellen DIHK-Studie planen 23 Prozent der Unternehmen, ihre Mitarbeiter künftig über ein duales Studium einzustellen.

Erfolgreich mit Ausbildung und Studium

Duale Studiengänge bieten Vorteile für alle Beteiligten: Sie verbinden ein wissenschaftliches Studium mit einer betrieblichen Ausbildung. Was in den Vorlesungen und Seminaren gelernt wird, kann unmittelbar im Betrieb angewendet werden. Diese Kombination ist die Antwort auf die von Unternehmen oft kritisierte Praxisferne vieler Studiengänge. Um eine hohe Qualität in den dualen Studiengängen zu gewährleisten, müssen Theorie- und Praxisphasen eng miteinander verknüpft sein. Wichtig ist auch, dass der betriebliche Anteil für den Erwerb von beruflichen Fähigkeiten ausreichend ist und den Standards einer regulären betrieblichen Ausbildung entspricht. Die Unternehmen erhalten so qualifizierte Fachkräfte und die Hochschulen hoch motivierte Studierende. Die Absolventen können gleich zwei Abschlüsse in einem relativ kurzen Zeitraum vorweisen. Sie haben damit hervorragende Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Die DIHK-Studie zeigt, dass vor allem mittelständische Unternehmen auf duale Studiengänge setzen. Im Wettbewerb um die besten Köpfe können sich kleinere und mittlere Unternehmen durch das Angebot kombinierter Studiengänge einen wichtigen Vorteil verschaffen.

In Kammerbezirk Aachen gibt es folgende Angebote:

Drei Abschlüsse in vier Jahren mit „Betriebswirtschaft PLuS“

Bereits bewährt hat sich der Studiengang „Betriebswirtschaft PLuS (Praxisverbund Lehre und Studium)“, der parallel sogar zu drei Abschlüssen führen kann: Die studierenden Azubis absolvieren eine Lehre zum Industriekaufmann oder zur Industriekauffrau, erlangen den Abschluss „Bachelor of Arts“ und legen auf Wunsch eine Fremdsprachenkorrespondenten-Prüfung vor der IHK ab.

In nur vier Jahren erwerben sie drei Abschlüsse und haben ihren Kollegen, die die jeweiligen Ausbildungsgänge einzeln durchlaufen, einiges voraus. Voraussetzung ist die Fachhochschulreife und ein Ausbildungsplatz bei einem Unternehmen, mit dem ein von der FH Aachen unterzeichneter Kooperationsvertrag abgeschlossen wurde.

„Durch die Parallelität der Ausbildung eignen sich die Absolventen wichtige Schlüsselkompetenzen an“, so Waltraud Gräfen, die das Projekt bei der IHK Aachen betreut. „Vor allem Zeit- und Selbstmanagement-Fähigkeiten zahlen sich schnell aus.“

Begleitend zur Berufsausbildung findet am Berufskolleg in Stolberg die schulische Ausbildung statt. Zusätzlich bietet das Stolberger Berufskolleg eine Vorbereitung auf die Fremdsprachenkorrespondenten-Prüfung in den Sprachen Englisch, Französisch und Spanisch vor der IHK an. Das Paul-Julius-Reuter-Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung in Aachen bietet für den kombinierten Studiengang zudem die Ausbildung zum Kaufmann/-frau  im Groß- und Außenhandel sowie das Berufskolleg Herzogenrath zum Kaufmann/-frau im Einzelhandel an.

Hervorragende Berufsaussichten für MATSE

Überaus erfolgreich ist der kombinierte Studiengang „Scientific Programming“ des Fachbereichs Medizintechnik und Technomathematik an der FH Aachen, der in jedem Jahr mit circa 140 Teilnehmern startet. Der Studiengang findet in Kooperation mit dem Supercomputing Centre des Forschungszentrums Jülich und dem Rechen- und Kommunikationszentrum der RWTH Aachen statt.

Die Studierenden absolvieren eine Ausbildung zum Mathematisch-Technischen Software-Entwickler (MATSE) an der RWTH Aachen, der FH Aachen, dem Forschungszentrum Jülich oder  bei einem Kooperationspartner, zum Beispiel einer IT-Firma in der Region. Eine fundierte Ausbildung wird so mit einem Bachelor-Studiengang kombiniert, der die beiden Kernkompetenzen Mathematik und Programmierung aufnimmt. Nach weiteren vier Semestern kann zusätzlich das Studium „Master Technomathematik“ abgeschlossen werden.

Kombinierte Studiengänge Elektrotechnik und Maschinenbau

Seit Herbst 2009 wird an der FH Aachen der ausbildungsintegrierte duale Studiengang „Maschinenbau“ am Campus Jülich angeboten. In Kooperation mit dem Berufskolleg Jülich absolvieren die Studierenden des Studiengangs Maschinenbau eine Ausbildung zum Industriemechaniker mit Abschlussprüfung vor der IHK. Im Herbst 2010 wurde der kombinierten Studiengang „Elektrotechnik“ gestartet. Die Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik erfolgt hier in Zusammenarbeit mit dem Berufskolleg für Technik in Düren.

Die Ausbildungsform der kombinierten Studiengänge fördert besonders leistungsbereite junge Leute, die früh Verantwortung übernehmen wollen. Denn je höher die Qualifikation, umso besser sind die Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Neu seit 2012 ist der duale Studiengang Bauingenieurwesen – Netzingenieur, der mit einem Ausbildungsberuf aus der Bauwirtschaft kombiniert werden kann. Dazu gehören Rohrleitungsbauer, Beton- und Stahlbetonbauer, Maurer, Straßenbauer, Kanalbauer oder auch Bauzeichner. Kooperationspartner auf schulischer Seite ist hier die Mies-van-der-Rohe-Schule, Berufskolleg für Technik in Aachen.

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