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INTERNATIONAL

Going International 2011

Hände am Globus © Joachim Wendler/fotolia.com Zoom

Die Umfrage beleuchtet jährlich Geschäftslage, Perspektiven und Strategien auslandsaktiver Unternehmen in Deutschland. Grundlage ist eine gemeinsame Online-Umfrage des DIHK und der 80 deutschen Industrie- und Handelskammern.

Wesentliche Ergebnisse der Befragung 2011:

Die EU hat angesichts der terroristischen Bedrohung verschärfte Sicherheitsanforderungen erlassen. Allerdings verläuft die Umsetzung der Maßnahmen unkoordiniert. Zertifizierungen im Sicherheitsbereich wie zum „Zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten“ (AEO) des Zolls oder zum „Bekannten Versender“ des Bundesluftfahrtamts müssen trotz überwiegend vergleichbarer Anforderungen mit unterschiedlichen Beantragungs- und Zertifizierungsverfahren doppelt durchlaufen werden. 

Mit einem Ursprungszeugnis müssen deutsche Unternehmen in aller Welt nachweisen, wo ihr Produkt herkommt. Die IHKs stellen für die Unternehmen daher jährlich circa 1,3 Millionen Exemplare aus. Aktuell plant die EU jedoch eine Änderung des bisherigen bürokratiearmen Systems. Als Entscheidungsgrundlage für den Ursprung sollen eine Reihe von Faktoren dokumentiert werden müssen, wie Zeitpunkt des Kaufs, Warenwert, Wert der Vormaterialien und Fertigungsschritte. In Listen würden dann für jedes einzelne Produkt spezifische Kriterien vorgeschrieben sein. Der Aufwand für die Unternehmen wäre enorm. Das bewährte System muss daher beibehalten werden.

Handelshemmnisse bremsen deutsche Exportwirtschaft

Häufig wechselnde Vorschriften oder Zertifizierungsanforderungen behindern das bilaterale Geschäft erheblich. Aktuell stellen die IHK-Experten aus den Unternehmensmeldungen neue Hürden fest – auch in wichtigen Zielmärkten wie Russland, China aber auch den USA und der Türkei. So stehen bei den IHK-Beratungen für die Unternehmen auch Informationen zu Zollfragen im Mittelpunkt. Mehr als 350.000 Auskünfte und Beratungen geben die IHKs jährlich hierzu.

Deutsche Wirtschaft hat Wachstumsmärkte im Blick

Die deutsche Wirtschaft ist weiterhin auf Internationalisierungskurs. Ganz oben auf der Liste stehen dabei die BRIC-Staaten. Aber in den IHK-Beratungen fällt auch immer wieder ein Schlaglicht auf andere Wachstumsmärkte wie die Türkei oder Vietnam. Weder Einstieg noch die Präsenz auf internationalen Märkten ist jedoch frei von Hürden. Nach IHK-Erfahrungen haben 44 Prozent der Newcomer Probleme bei der Geschäftspartnersuche, 36 Prozent fehlt die ausreichende Marktkenntnis. Bei etablierten Unternehmen ist eher die Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden eine Schwierigkeit.

DOKUMENT-NR. 83296

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