RESOLUTION
Made in Germany: Vollversammlung kritisiert neues EU-Ursprungsrecht
© PictureP. - Fotolia.com
Zoom
Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen hat bei ihrer Januar-Sitzung deutliche Kritik an den Plänen der EU zur Verschärfung des außenwirtschaftlichen Ursprungsrechts geübt. Hiernach wäre für die Herkunftsbezeichnung nicht mehr der Ort der letzten wesentlichen Be- oder Verarbeitung und der größten innovativen Leistung ausschlaggebend, sondern primär der Wertanteil der Vormaterialien.
„Die Umsetzung der geplanten Neuregelungen führt zu mehr Kosten, Bürokratie und neuen Handelsbarrieren“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Drewes: „Die Wettbewerbsfähigkeit unserer innovativen exportstarken Unternehmen wäre damit massiv betroffen.“ Zudem drohe vielfach der Verlust des Markenzeichens „Made in Germany“.
„Im internationalen Wettbewerb ist ‚Made in Germany‘ ein wichtiges Marketinginstrument für unsere Unternehmen“, betonte IHK-Präsident Bert Wirtz, der auch kritisierte: „Statt Bürokratie abzubauen, schafft die EU ein neues Dokumentationsmonster.“
In ihrer Resolution appelliert die IHK-Vollversammlung eindringlich an die Europäische Kommission und die Abgeordneten der Region im Europäischen Parlament, die aktuellen, seit Jahrzehnten bewährten und weltweit akzeptieren Regelungen des Ursprungsrechts beizubehalten.

