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LÜCKENSCHLUSS DER A 1

Industrie- und Handelskammern der Eifel drängen auf zügigen Lückenschluss der A 1

Schild 'Lücke schließen' © asrawolf/fotolia.com Zoom


Die Lücke der Autobahn A 1 zwischen Blankenheim und Kehlberg in der Eifel nicht zu schließen, wäre ökonomisch und ökologisch unverantwortlich. Darin sind sich die Präsidenten der drei Industrie- und Handelskammern (IHK) Aachen, Koblenz und Trier einig. Im Interesse der regionalen Wirtschaft und der Menschen in der Eifel fordern sie den rheinland-pfälzischen Ministerpräsident Kurt Beck in einem Schreiben auf, gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen den A 1-Lückenschluss zügig voranzutreiben. Die Autobahn A 1 als wichtiger Bestandteil des Verkehrsnetzes sei für große Teile Deutschlands und Europas von zentraler Bedeutung. Eine durchgehende A 1 würde auf kürzestem Weg den Raum Aachen/Köln/Ruhrgebiet mit den Regionen Trier, Saarland, Luxemburg und Frankreich verbinden und eine unterbrechungsfreie Autobahnverbindung von Lübeck bis Spanien darstellen. Mit dem Lückenschluss wäre die A 1 eine der wichtigsten Verkehrsachsen in ganz Europa, die sowohl die A 61 sowie umliegende Bundesstraßen entlasten würde.

Der Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung in Rheinland-Pfalz lässt nach Einschätzung der Kammern ernste Zweifel am Umsetzungswillen der Landesregierung aufkommen, auch wenn man dem Verkehrsprojekt grundsätzlich noch keine dauerhafte Absage erteilt hat und die SPD bislang ein überzeugter Verfechter des Projektes war. Die geplante zusätzliche naturschutzfachliche Prüfung auf Bundesebene entbehrt nach Einschätzung der IHKs jeglicher rechtlichen Basis und ist aufgrund des bereits vorgegebenen besonderen naturschutzfachlichen Planungsauftrages und der vorliegenden Untersuchungsergebnisse auch nicht notwendig. „Das Projekt wird aus unserer Sicht immer wieder strategisch verzögert, weil Teile der Politik es letztlich ganz verhindern wollen“, so Bert Wirtz, Präsident der IHK Aachen. Man müsse erkennen, dass dieser Lückenschluss auch einen Beitrag zum Klimaschutz leiste, denn dadurch könnten Umwegverkehre vermieden und Ortsdurchfahrten entlastet werden. „Der Mensch ist schließlich auch schützenswerter Teil des Ökosystems und dem muss ebenfalls Rechnung getragen werden“, so Bert Wirtz.

Die drei IHKs machen in ihrem Schreiben deutlich, dass der Lückenschluss die Standortbedingungen in der Eifel verbessern und die Unternehmensstandorte nachhaltig sichern würde.

DOKUMENT-NR. 82294

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