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UNTERNEHMENSNACHFOLGE

Notfallkoffer: Was passiert, wenn der Chef ausfällt?

Notfallkoffer © littlebell - fotolia.com Zoom

Ist Ihr Unternehmen gerüstet?

Bei dem Thema Unternehmensnachfolge denken die meisten Menschen an den „Regelfall“, die Übergabe aus Altersgründen. Doch was ist, wenn es anders kommt?

In mehr als einem Viertel der Fälle erfolgt die Übergabe eher unerwartet. Die Gründe können sehr unterschiedlich sein. Das Spektrum reicht von einer plötzlichen Erkrankung, über Scheidungen, Unfälle bis hin zum Tod. Sind Sie und Ihr Unternehmen hierfür gewappnet? Haben Sie für den Notfall vorgesorgt?


Beantworten Sie sich einmal selbst anhand der folgenden Checkliste diese Frage:

  • Ist die Geschäftsführung geregelt? Wer kann sie kurzfristig – ggf. vorübergehend – übernehmen? Gibt es einen Stellvertreter im Unternehmen?
  • Liegen für die Übernahme der Geschäftsführung alle notwendigen Unterlagen vor?
    • Handlungsvollmacht
    • Bankvollmacht
    • Prokura
    • Postvollmacht
  • Gelten die Vollmachten jederzeit – sowohl bei vorübergehendem Unvermögen als auch über den Tod hinaus?
  • Haben Sie abgesichert, dass Ihr Unternehmen auch geführt werden kann, wenn Sie z.B. durch einen Unfall selbst nicht handlungsfähig sind?
  • Ist sicher gestellt, dass Ihr Unternehmen in einem Notfall nicht unmittelbar zerschlagen wird?
  • Ist geregelt, wer welche Kompetenzen übernimmt, wenn Sie ausfallen?
  • Welche Regelungen enthält der Gesellschaftervertrag? Ist eine Notfallsituation ausreichend berücksichtigt?
  • Was sollte im Testament berücksichtigt werden (z. B. wer übernimmt die Testamentsvollstreckung, Unterhaltsleistungen)?
  • Haben Sie eine Dokumentenmappe mit Kopien aller wichtigen Dokumente vorbereitet? Enthält sie auch
    • Passwörter, PINs, TANs
    • Wichtige Adressen
    • Zweitschlüssel
    • Liste der bestehenden Bankverbindungen
    • Vermögensaufstellung
    • Versicherungspolicen
    • Gesellschafterverträge
    • Handelsregisterauszüge
    • Grundbuchauszüge
    • Bilanzen (möglichst der letzten drei Jahre)
    • Rezepturen/Patente
    • Testament
    • Unterlagen über die grundsätzliche Erstellung von Angebotskalkulationen und Kundensondervereinbarungen, Informationen über den Stand wichtiger Projekte?
  • Wo bewahren Sie die Dokumentenmappe auf und wer hat Zugriff auf Zweitschlüssel?
  • Haben Sie die Person Ihres Vertrauens über Ihre Vorsorgemaßnahmen unterrichtet? Hat diese Person die Möglichkeit, jederzeit auf die Dokumentenmappe zu zugreifen?
  • Falls es nicht die eine Vertrauensperson gibt, haben Sie die Kompetenzen auf mehrere (nicht zu viele) Personen verteilt?
  • Und bitte denken Sie daran, diese Fragen sollten Sie sich jedes Jahr mindestens einmal stellen!

Haben Sie auf alle Fragen eine Antwort gehabt? Dann ist Ihr Unternehmen auch für ein unvorhergesehenes Ereignis, einen Notfall, gesichert.

Sie möchten sich näher mit dem Thema beschäftigen und suchen nach einem Ansprechpartner? Dann stehen Ihnen die Nachfolgeexperten der IHK Aachen für eine kostenlose Beratung gerne zur Verfügung.

DOKUMENT-NR. 74695

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