Regionalplan

IHK setzt sich bei Regierungspräsidentin Walsken für den Strukturwandel ein

Die Industrie- und Handelskammern (IHK) aus Aachen, Bonn/Rhein-Sieg und Köln haben in einem gemeinsamen Fachbeitrag der Wirtschaft zum Regionalplan im Regierungsbezirk Köln die Belange der Unternehmen zusammengetragen und Regierungspräsidentin Gisela Walsken vorgelegt.

 

"Der Regierungsbezirk Köln als Herz der Metropolregion Rheinland ist ein wachsender Wirtschafts- und Lebensraum", betonte Aachens IHK-Hauptgeschäftsführer Michael F. Bayer: "Wir brauchen ausreichend Industrie- und Gewerbeflächen ebenso wie Siedlungsflächen und gute Verkehrsanbindungen, damit sich die Wirtschaft entwickeln kann und die Energieversorgung gesichert ist."
Für die Region müssten zusätzlich 500 Hektar Gewerbeflächen ausgewiesen werden, auf denen Ersatz für die durch den Strukturwandel in der Braunkohlenwirtschaft entfallenden Arbeitsplätze entstehen könnten. Ein bedeutender Baustein bei der Nachnutzung des Braunkohletagebaus ist laut IHK das Industriekreuz Eschweiler/Weisweiler, durch das Potenziale für die langfristige wirtschaftliche Entwicklung der Region erschlossen werden sollen.
Regierungspräsidentin Gisela Walsken und Regionalratsvorsitzender Rainer Deppe brachten indes zum Ausdruck, dass der Wirtschaft mit dem neuen Regionalplan gute Rahmenbedingungen eröffnet werden sollen. Dazu gehöre auch, Flächenpotenziale durch interkommunale Zusammenarbeit zu entwickeln.
Im Zuge der Überarbeitung des Regionalplans durch die Kölner Bezirksregierung werden die drei räumlichen Teilabschnitte – die Regionen Köln, Aachen und Bonn/Rhein-Sieg – in einem Planwerk zusammengefasst. Mit der Neuaufstellung des Regionalplans sollen die Weichen für die wirtschaftliche Entwicklung der Region bis in die 2030er Jahre gestellt werden: Der Regionalplan setzt den Rahmen für die kommunale Bauleitplanung, bestimmt die Spielräume für unternehmerische Aktivitäten und ist somit für die Planungssicherheit der Wirtschaft von hoher Bedeutung.
Die Kammern wollen die weitere Planungsphase in enger Abstimmung mit den Kommunen der jeweiligen Kammerbezirke intensiv begleiten. Im Interesse der Regionalentwicklung setzen sich die Kammern dafür ein, dass der Planungsprozess vor dem Ablauf der Legislaturperiode des Regionalrats im Jahr 2018 zum Abschluss gebracht wird.